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In Erinnerung an die Bedeutung des 9. Novembers in der deutschen Geschichte sprach am 15. November 2012 der Zeitzeuge

Dietrich Garstka

(„Das schweigende Klassenzimmer“)

vor der Q 11 des Ignaz-Taschner-Gymnasiums.
Dietrich Garstka, Jahrgang 1939, wuchs in Storkow in der Nähe der polnischen Grenze auf. Im Herbst 1956 organisierte seine Klasse, der Abiturjahrgang 1957, Schweigeminuten als Protest gegen die Niederschlagung des Aufstands in Ungarn durch die Rote Armee. Die Folgen waren fatal. Der Minister für Volksbildung leitete persönlich die Untersuchung gegen den „Rädelsführer“. Rechtzeitig hatte sich Dietrich Garstka in den Westen abgesetzt. Seine Klassenkameraden aber hielten zusammen und gaben keine Namen preis. Die ganze Klasse wurde relegiert und die Schüler reisten noch vor dem Mauerbau in den Westen aus, wo sie ihr Abitur doch noch machen konnten.
Dietrich Garstka sprach in unprätentiöser und uneitler Art und Weise von seiner Geschichte – eine Geschichte von Mut, Solidarität und Zivilcourage. Ein beeindruckender Vortrag über ein einmaliges Geschehen.

Angelika Neumayer, ITG