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Sehr geehrte Eltern, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, liebe Schülerinnen und Schüler,

 

für das Konzert zum 150. Geburtstag von Richard Strauss
am 6. Oktober 2014 am Ignaz-Taschner-Gymnasium Dachau möchte ich Sie hiermit alle herzlich einladen.

 

Seit langem haben Mitglieder der Münchner Philharmoniker (unter der Leitung von Felix Mayer) für dieses Konzert mit dem ITG-Orchester und der ITG-Kammermusik (unter der Leitung von Jutta Wörther) zusammen gearbeitet, nun also wird das gemeinsame Konzert in der Aula des ITG präsentiert.

Das Konzert beginnt um 19.00 Uhr, der Eintritt ist frei.

 

Mit freundlichen Grüßen
OStD Erwin Lenz
Ignaz-Taschner-Gymnasium Dachau
Schulleiter

Workshop zu Richard Strauss

von Michelle Heinz

 

Im letzten Herbst startete pünktlich zum 150. Geburtstag des Komponisten ein Workshop mit dem Schulorchester des Ignaz-Taschner-Gymnasiums Dachau zum Thema Richard Strauss. In diesem Herbst findet er seinen feierlichen Abschluss in einem Schulkonzert - Michelle Heinz, Mitglied im Orchester des ITG, berichtet.

Im Rahmen des Musikvermittlungsprogramms der Münchner Philharmoniker durften wir, das Orchester des Ignaz-Taschner-Gymnasiums in Dachau, an dem musikalischen Workshop „150. Geburtstag von Richard Strauss“ teilnehmen. Es ist für uns eine große Ehre, hierbei ausgewählt worden zu sein und mitgemacht zu haben!

Das Projekt startete mit dem Konzertbesuch am 27. November 2013 in der Philharmonie, wo wir die Alpensinfonie von Richard Strauss hörten, unter der Leitung des weltberühmten Dirigenten Lorin Maazel. Es war ein toller Auftakt zu unserem Projekt. Das Stück hat eine musikalische Wanderung durch die Alpen als Thema, man kann beim Hören förmlich den Sonnenaufgang sowie ein Gewitter vor seinem inneren Auge sehen.

Doch das sollte nicht unser letzter Konzertbesuch bleiben, nein, denn wir wurden noch zu drei weiteren Konzerten eingeladen, die mindestens genauso interessant waren.

Wir hatten im März 2014 noch einmal die Gelegenheit, Lorin Maazel zu sehen, diesmal zusammen mit dem Pianisten Emanuel Ax. Dieser spielte die virtuose Burleske, vor der selbst Hans von Bülow zurückschreckte und sich weigerte „ein so unklaviermäßiges, widerhaariges Stück zu studieren“, sie aber dennoch als „genial, aber erschreckend genial“ empfand. Im Nachhinein gewann dieses Konzert sogar noch einen größeren Stellenwert für uns, da es der letzte Auftritt des leider im Juli verstorbenen genialen Dirigenten war.

Im nächsten Konzert hörten wir dann noch die Sängerin Anja Harteros und zwei meiner neuen Lieblingsstücke: das kecke „Till Eulenspiegels lustige Streiche“ und ein Auszug aus Prokofjews tragischem „Romeo und Julia“.

Antonín Dvořáks 9. Symphonie „Aus der Neuen Welt“ sowie ein Horn-Konzert von Richard Strauss standen im Mittelpunkt des letzten Konzertes, das wir besuchen durften.

Durch eine Einladung zu einer Probe der Münchner Philharmoniker bekamen wir auch die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Die Besuche in der Philharmonie waren jedoch nur ein Teil des Projekts, denn ein weiterer großer Teil betrug das eigene Erlernen und Einstudieren eines Stückes von Richard Strauss. Mit Hilfe des Dirigenten Felix Mayer, der sogar zu unseren Proben in unsere Schule kam und uns dort tatkräftig unterstützte, studierten wir den „Arabischen Tanz“ ein. Ein spannendes Stück von Richard Strauss mit prägnantem Rhythmus und fremden Harmonien, das uns auf Anhieb gefallen hat. Als erstes transponierten wir das Stück für unser Orchester, um es danach mit einigen Mitgliedern der Münchner Philharmoniker im Rahmen eines Workshops auszuarbeiten und weiter zu perfektionieren.

Der vierte Teil unseres Strauss-Projektes war eine Exkursion nach Garmisch-Patenkirchen, wo der Komponist die letzten Jahre seines Lebens verbrachte. Dort haben wir auch das Richard-Strauss-Institut besichtigt, wo wir viel über den Komponisten gelernt haben und durch den Leiter des Instituts, Dr. Christian Wolf, einen Einblick in sein Leben bekamen.

Den Abschluss unseres Projektes bildet ein Konzert am 6. Oktober 2014 in unserer Schule, in dem wie zu erwarten natürlich Kompositionen von Richard Strauss interpretiert werden. Zum einen dürfen wir das Gelernte vorführen und Richard Strauss dem Publikum näher bringen, der Höhepunkt wird aber sicher das Klavierquartett bestehend aus Mitgliedern der Münchner Philharmoniker sein, auf das wir uns ganz besonders freuen.

Ich denke, ich spreche für das ganze Orchester, wenn ich sage, dass dieses Projekt einfach nur toll und eine einmalige Chance für uns war. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, mit den Profis der Münchner Philharmoniker zusammenarbeiten zu dürfen. Wir haben sehr viel von ihnen gelernt.

Danke an alle Beteiligten, die uns Richard Strauss neu entdecken haben lassen, auf sehr vielfältige Art: als Komponist, Privatperson und Musiker. Ganz besonderer Dank gilt Herrn Felix Mayer, dem Leiter dieses Workshops, sowie Eva Naser vom Spielfeld Klassik-Team, die für die Organisation des ganzen Projektes zuständig war.

Sich mit der Musik eines Komponisten so auseinander zu setzen war eine tolle Erfahrung.

Dieser Text ist erschienen in Spielfeld, ein Magazin der Münchner Philharmoniker, Nr. 3 2014/15.