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Unser Irland-Austausch 2012/2013

Die gesamte Gruppe bei unserem Ausflug ins bayerische Hochland

 

Nachdem das Ignaz-Taschner-Gymnasium sich schon Jahre vergeblich um einen Kontakt zu einer Schule im englischsprachigen Ausland bemüht hatte, wurde der Traum dieses Jahr war: Es gab einen Schüleraustausch mit der irischen Schule Cholaiste Chiarain und wir (neun Mädchen und drei Jungen der 11. Jahrgangsstufe) waren die ersten, die dieses Privileg beanspruchen durften.

 

Wir haben unseren Austausch in zwei kleine Tagebücher zusammengefasst, so dass auch ihr etwas von dem wunderbaren Erlebnis erfahren könnt.

Sitzungssaal Rathaus
Nach anfänglichen Aufwärmspielchen landeten wir überraschenderweise beim allseits beliebten Fußball

Dienstag, 25. September:

Am Dienstag den 25.9.2012 war es soweit. Wir holten unsere sehnsüchtig erwarteten Austauschschüler, mit denen die meisten von uns bereits über Facebook Kontakt aufgenommen hatten vom Flughafen ab. Da es schon auf den Abend zuging, als sie bei uns daheim eintrafen, wurde nicht mehr viel unternommen, vom ersten Kontakt mit deutschem Essen ausgenommen.

Mittwoch, 26. September:

Am Mittwoch ging es dann mit einer Führung durch unser Schulhaus und einer Begrüßung durch Herrn Lenz los. Danach nahmen die Iren an unserem Schulunterricht teil, der jedoch bei den meisten von uns durch Gespräche mit den Austauschschülern ausgefüllt wurde. Am Nachmittag ging es dann in die Dachauer Altstadt, wo wir eine Führung erhielten. Als diese zu Ende war  erhielten unsere irischen Gäste durch die stellvertretende Bürgermeisterin einen Empfang im Rathaus, bei dem es auch Getränke und Brezen gab, die unseren Iren sehr zu schmecken schienen.

Donnerstag, 27. September:

Am Donnerstag stattete die irische Reisegruppe der KZ-Gedenkstätte Dachau einen Besuch ab, während wir in der Schule schwitzten. Als wir unsere Partner am Nachmittag wieder trafen merkte man ihnen an, dass das Gesehene durchaus bedrückend war. Deshalb schadete es nicht, dass wir am Nachmittag ein bisschen Sport in der Berufsschulhalle trieben.

Freitag, 28. September:

Am Freitag stand ein ganztägiger Ausflug ins bayrische Voralpenland an. Wir fuhren mit dem Bus zuerst zur Wieskirche, eine prächtig ausgestattete Wallfahrtskirche. Nachdem wir dort eine Führung erhielten, machten wir noch einige Fotos, bevor wir wieder aufbrachen, um in der Stadt Füssen einen Stopp einzulegen. Dort durften wir uns frei bewegen, was wir nutzten, um die Fußgängerzone unsicher zu machen. Nachdem wir diese durchquert hatten, traf sich ein Großteil unserer Gruppe in einem Restaurant zum gemeinsamen Mittagessen. Danach ging es auch schon wieder zum Bus um unser nächstes Ziel zu erreichen: Schloss Linderhof. Als wir dort ankamen, war noch etwas Zeit geblieben, bis unsere Führung starten sollte. So gab es auch hier nochmal Freizeit, die ganz unterschiedlich genutzt wurde, zum Fotos machen, spazieren gehen, oder auch einfach ein bisschen ausruhen. Nachdem wir unsere Führung beendet hatten, ging es dann in einer längeren Busfahrt zurück nach Hause, die jedoch keinesfalls langweilig war, da wir mit unseren Austauschpartnern viel Spaß hatten. Der Abend wurde dann von jedem unterschiedlich genutzt, beispielsweise besuchten die Jungs geschlossen ein irisches Lokal, um den Iren zu zeigen, dass es so etwas auch bei uns gibt.

Wochenende, 29. / 30. September:

Am Wochenende mussten wir uns um ein eigenes Programm kümmern, wobei sich dann mehrere Gruppen bildeten. Während die Mädchen viel Zeit beim Shoppen verbrachten, so versuchten die Jungs den Iren den deutschen Fußball näher zu bringen, indem sie diese mit in die Allianz Arena nahmen. Dies misslang jedoch, da ein halbleeres Stadion und ein blauer Verein nun einmal nicht den besten Fußball zeigen, dennoch war es ein gelungener Ausflug. Der Sonntag wurde dann von vielen noch genutzt, um der Wiesn einen Besuch abzustatten, was sowohl den Iren als auch den Deutschen sehr gut gefiel.

Montag, 1. Oktober:

Am Montag ging es dann wieder in die Schule, wo wir uns für den Tag von unseren Iren trennen mussten, da für uns Schule auf dem Programm stand, während sie eine Führung durch München absolvierten. Wir genossen schließlich noch einen schönen Abend, bei dem wir uns alle im Cafe Original trafen. Leider stand dies schon im Zeichen des Abschieds.

Dienstag, 2. Oktober:

Am Dienstag war es dann soweit, wir besuchten noch den Schulunterricht mit unseren irischen Freunden, ehe wir mit ihnen zum Flughafen fuhren, um diese dort zu verabschieden. Es wurden noch mal viele Fotos gemacht und die ein oder andere Träne verdrückt.

So endete eine wunderschöne Woche und wir freuten uns alle auf unser Wiedersehen im Frühjahr.

 

Das war allerdings nur der erste Teil des Austausches, der für uns sicher interessantere Teil darf natürlich nicht fehlen:


Donnerstag, 21. Februar:

Aufgeregt trafen wir uns alle am Donnerstag Morgen am Münchner Flughafen, um von dort aus nach London zu fliegen. Dort legten wir einen kleinen Zwischenstopp ein und flogen weiter nach Shannon in Irland, wo wir am späten Nachmittag dann schließlich auch ankamen. Nachdem wir unsere Koffer bekommen hatten, erwarteten uns schon unsere Austauschschüler mit den Gastfamilien. Wir wurden sofort offen und herzlich begrüßt und anschließend in unser neues Zuhause gebracht. Dort verbrachte jeder den Abend bei der Gastfamilie, um sich etwas einzugewöhnen und ein leckeres Essen zu sich zu nehmen. Die Koffer wurden ausgepackt und wegen der langen Reise war jeder froh, bald in die Betten zu kommen.

Fußball im Pausenhof
Irisches Frühstück

Freitag, 22. Februar:

Die Schule besteht zu einem großen Teil aus diesen kalten Containern. Der äußere Eindruck täuscht allerdings. Wir haben nur nette Leute kennengelernt. Außerdem ist ein Umbau der Schule in Planung, das allerdings schon seit mehr als 10 Jahren.
Am nächsten Morgen ging es nach einem Frühstück bei der Gastfamilie zur Colaiste Chiarain Schule, wo wir nach der Begrüßung durch den Schulleiter zur Sporthalle geführt wurden. Dort brachte uns einer der Sportlehrer die Grundzüge des Hurling, des irischen Volkssports, bei. Zurück in der Schule durften wir ein köstliches typisch irisches Frühstück probieren: Schüler aus dem Home Economics - Kurs bereiteten uns unter anderem Pancakes, Spiegelei, Bacon, Würste, dicke Bohnen, Toast und irischen Pudding zu.

Die schwarzen Kreise sind der Pudding. Es schmeckt allerdings nach Blutwurst.
Die letzten zwei Stunden verbrachten wir in verschiedenen Klassen, um den Unterricht in Irland kennen zu lernen. Nach Schulende trafen sich die meisten in der Stadt, um dort ausgiebig shoppen zu gehen und etwas zu essen. Gegen Abend gingen wir noch in das nahe gelegene Shoppingcenter, um den Shoppingtrip fortzusetzen. Bevor alle nach dem spannenden aber auch anstrengenden Tag müde ins Bett fielen, wurde noch etwas gegessen und gemütlich beisammen gesessen.


Wochenende 23. / 24. Februar :

Das Wochenende konnten wir mit unseren Austauschpartnern selbst gestalten; es half uns gleichzeitig auch dabei, sie besser kennen zu lernen.
Am Samstagnachmittag haben uns die Iren Limerick gezeigt und auch das Shoppingfieber ist wieder ausgebrochen. Eine Party durfte natürlich auch nicht fehlen.
Am Sonntag stand für einen Teil der Gruppe Kino und Bowlen auf dem Programm, für den anderen Teil eine zweistündige Busreise nach Cork.
Das Wochenende haben wir mit einem gemütlichen Abend ausklingen lassen.

Burg Limerick

Montag, 25. Februar:

Montagmorgen trafen wir uns alle wie gewohnt in der Schule, von wo aus uns der schuleigene Bus ins Stadtzentrum von Limerick brachte. Dort waren wir zuallererst in einem Souvenirshop, wo sich alle mit Postkarten eindeckten und wir anschließend unseren Guide für eine Stadtführung durch Limerick trafen. Bei strahlendem Sonnenschein, aber doch eisigen Temperaturen schlenderte die Gruppe den Fluss Shannon entlang, während wir von unserem Guide einiges über die Stadt erfuhren. Unser Weg führte uns zur St. Mary’s Cathedral, die wir auch von Innen genauer betrachteten. Anschließend gingen wir zu King John’s Castle und genossen den Anblick des schönen Limerick.

King John´s Castle war bei unserem Besuch leider noch in Renovierung, der nächste Austausch darf die Burg dann in neuem Glanz von innen betrachten.

Zurück am Bus brachen wir zum Bunratty Castle auf. Dies ist eine alte Burg, die es in ihrer jetzigen Form seit dem 15. Jahrhundert gibt und um welche herum traditionelle irische Bauern- und Stadthäuser errichtet wurden, die nostalgisches Flair vermitteln. Nach einer Führung durch die Burg stärkten wir uns in einem rustikalen irischen Pub. Der Tag endete am späten Nachmittag für alle wieder an der Schule, von wo aus wir in unsere Gastfamilien zurückkehrten und den Abend mit diesen verbrachten.


Dienstag, 26. Februar:

Am Dienstag nahmen wir zu Schulbeginn um 8:45 am Unterricht der irischen Austauschpartner teil, wobei die Schulstunden anders als bei uns jeweils nur eine halbe Stunde dauern. Gegen 11 Uhr ging es weiter Richtung University of Limerick, in deren ‚Sporting centre’ wir gemeinsame sportliche Aktivitäten wie Fußball, Basketball oder Badminton betrieben. Nach einem Mittagessen in der Universitätscafeteria sahen wir uns ein typisch irisches Hurling Match an. Das gemeinsame Programm endete um 15.30; der verbleibende Nachmittag wurde von den Austauschschülern frei gestaltet und von vielen zum ausgiebigen Shoppen genutzt.

Mittwoch, 27. Februar:


Heute war der anstrengendste, aber gleichzeitig vermutlich auch der schönste Tag der Woche.
Um 9 Uhr starteten wir die 2 ½ stündige Fahrt zu den Cliffs of Moher.

Cliffs of Moher

Die Cliffs of Moher sind Steilklippen, die an der Südwestküste Irlands liegen. Die Klippen ragen an vielen Stellen nahezu senkrecht aus dem Atlantik, sind ca. 120-214m hoch und erstrecken sich über eine Länge von über 8 Kilometern. Dort durften wir das Gelände 2 ½ Stunden in kleinen Gruppen besichtigen, was sehr abenteuerlich war, da teilweise die früheren Wege schon abgerutscht waren.

Danach trafen wir uns alle wieder im Bus und fuhren zwei Stunden lang weiter nach Galway.
Galway hat zwei Universitäten und ist deshalb die „jugendliche“ Stadt Irlands. Wir hatten zwei Stunden Zeit die Stadt zu erkunden, die zum Beispiel zum Shoppen oder Essen genutzt wurde.
Schließlich fuhren wir wieder zwei Stunden zurück zur Schule und waren um 20 Uhr da. Alle waren sehr müde wegen der vielen frischen Luft und der langen Busfahrten. Aber trotzdem war es ein sehr schöner Tag.

Donnerstag, 28. Februar:

Heute waren wir vier Stunden in der Schule, bevor wir mit dem Bus eine 30-minütige Fahrt zu den Ruinen des Desmond Castle in Adare machten. Dort hat uns eine nette Dame alles über die Burgruine und das Leben damals erzählt. Das war sehr interessant, aber leider auch sehr kalt, obwohl die Sonne schien!

Anschließend mussten wir an einer viel befahrenen Straße entlang in das Dorf Adare laufen. Dort war im Heritage-Museum eine Ausstellung über die Burgruine. Nachdem wir diese kurz angesehen hatten, durften wir durch das kleine Dorf laufen. Daraufhin fuhren wir wieder zur Schule und gingen noch für eine Stunde in den Unterricht.
Der restliche Nachmittag war frei und am Abend trafen wir uns alle, um unseren letzten Abend in Irland zu feiern.

Freitag, 1.März:

Heute ging es leider schon wieder zurück nach Deutschland.

Wir trafen uns mit gepackten Koffern in der Schule. Zum Abschied wurde uns von einer kleinen Gruppe irische Musik vorgespielt und zwei Mädchen haben dazu Irish Dancing vorgeführt. Danach haben sie - mehr oder weniger erfolgreich – versucht, uns auch einige Schritte beizubringen, was sehr zur Belustigung unserer irischen Austauschschüler beitrug.

Schließlich fuhren wir zum Flughafen, wo wir uns schweren Herzens und unter vielen Tränen von unseren Austauschpartnern verabschieden mussten.
Als wir nach einiger Wartezeit in Irland abhoben, konnten wir noch einen letzten Blick auf Irland werfen und vermutlich dachten fast alle: „Bis bald!“
In London angekommen mussten wir (wie auf dem Hinflug) wieder etliche Sicherheits-kontrollen über uns ergehen lassen, bis wir unsere vier Stunden Wartezeit „genießen“ konnten. Diese Stunden zogen sich in die Länge wie Kaugummi, obwohl unser Terminal riesengroß war. Als wir dann endlich – mit leichter Verspätung – im Flieger nach Hause saßen, waren wir alle auch irgendwie erleichtert, bald  wieder im eigenen Bett schlafen zu können.
In München warteten schon unsere Eltern auf uns und auch wir verabschiedeten uns voneinander.


Alles in allem war diese Premiere des Irland-Austausches ein voller Erfolg und wird leider erst übernächstes Jahr mit Colaiste Chiarain fortgesetzt. Nach dieser einjährigen Unterbrechung soll er aber jedes Jahr stattfinden. An dieser Stelle möchten wir, die diesjährigen Irlandfahrer, noch einmal ganz herzlich Frau Geißler und Frau Schumann danken, die sehr viel Arbeit in den Austausch gesteckt haben und dank derer wir unvergessliche Wochen mit unseren jetzigen irischen Freunden verbringen durften.

In diesem Sinne: Auf eine fröhliche Irlandfahrt 2014/2015!