Ausstellungen

  • Die heile Welt der Diktatur, eine Ausstellung der Bundesstiftung für Aufarbeitung, zeigte  auf 20 Plakaten den Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit in der DDR. Einerseits eine „bequeme Wohlfühldiktatur“ mit einer Rundumversorgung durch den Staat, andererseits eine sozialistische Diktatur, die die Erziehung zum sozialistischen Menschen zum Dogma erklärte und weder Widerspruch noch Widerstand duldete.
  •  „Jugendopposition“ in der DDR war das Thema einer weiteren Ausstellung der Stiftung Aufarbeitung, die zeigte, dass die Menschen in der DDR wahrlich nicht alle angepasst und konform waren. Widerstand hat es in der DDR in mehr oder minderer Form immer gegeben. Genauso wie im Westen zeigte auch die DDR-Jugend abweichendes Verhalten und wollte sich nicht den staatlich gesetzten Normen unterwerfen. Eine Opposition freilich entstand nicht, aber viele Jugendliche zeigten dissidentes und kritisches Verhalten, das ihnen auch zum Verhängnis werden konnte, wenn sie in die Fänge der Staatssicherheit gerieten.
  • „Wir wollten freie Menschen sein“, eine Ausstellung der Bundesstiftung  Aufarbeitung, zeigte die Vorgeschichte, den Verlauf und die Niederschlagung des Volksaufstands in der DDR vom 17. Juni 1953. Diese Ausstellung wies nach, dass es von Anbeginn der DDR Widerstand gab, dass  es die DDR von Anbeginn an der notwendigen Legitimation fehlte und dass die DDR ohne das Eingreifen der Sowjetunion aufgrund des Protestes seiner Bürger zusammengebrochen wäre. Heute bezeichnet man den Volksaufstand als eine gescheiterte Revolution, als den Vorläufer der Ereignisse vom Herbst 1989.
  • Die Ausstellung „Die Mauer“, Bundesstiftung Aufarbeitung“, schließt daran nahtlos an. Obwohl, laut Ulbricht, „niemand die Absicht hatte, eine Mauer zu bauen“, war der Bau der Mauer die letzte Rettung vor der „Abstimmung mit den Füßen“. Die DDR musste ihre Bürger einmauern, wenn sie überleben wollte. Dass die Westmächte tatenlos zuschauten, ist der Situation des Kalten Kriegs geschuldet. 28 Jahre lang trennte die Mauer Ost- und Westberlin, bis sie am 9. November 1989 fiel. Heute ist es unsere Aufgabe, an die Unmenschlichkeit dieses Bauwerks zu erinnern, an die knapp tausend Mauertoten, an den Schießbefehl, die Selbstschussanlagen, mit denen  Menschen an ihrem Grundrecht der freien Wohnsitzwahl und der Freizügigkeit gehindert wurden.
  • Die größte Ausstellung, die das ITG zeigen durfte, war die des BStU „Feind ist, wer anders denkt“. Auf zahlreichen beleuchteten Schautafeln, einer Zeitleiste in der Mitte und Stelltafeln mit DDR-Dissidenten  (Roland Jahn, Wolf Biermann, Jürgen Fuchs, Robert Havemann u.v.m.) beschäftigte sich diese Ausstellung mit dem Anspruch des MfS, Schild und Schwert der Partei zu sein. Die Ausstellung wurde von Roland Jahn, dem Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, persönlich eröffnet. Aus Berlin wurden wöchentlich zwei Mitarbeiterinnen abgestellt, die für Fragen und Führungen zur Verfügung standen.  Zeitgleich fand am ITG eine Regionale Lehrerfortbildung zum MfS mit Dr. H.P. Löhn aus Halle/Saale statt.
  • Im Schuljahr 2014 zeigt das ITG die Ausstellung „Demokratie und Diktatur im Zeitalter der Extreme“, in der die großen historischen Linien des „kurzen“ 20. Jahrhunderts nachgezeichnet werden.     

Ilko-Sascha Kowalczuk

zur BStU -Ausstellung  "Feind ist wer anders denkt"

 

 

Roland Jahn

Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen


Dieses Dokument stammt aus der Webpräsenz des Ignaz-Taschner-Gymnasiums Dachau.